Findet ihr es nicht auch faszinierend, wie unser Gehirn funktioniert? Manchmal ist es so absurd, dass ich es gar nicht glauben kann. Da stehen wir vor einer Aufgabe, die uns mental oder körperlich unmöglich erscheint. Und dann ändern wir unseren Blickwinkel, lassen Dinge weg oder fügen neue hinzu und schon klappt es. 

Ich habe beobachtet, dass es oft die kleinen Dinge sind, die uns am meisten herausfordern. Vielleicht, weil wir sie aufgrund ihrer Größe als unwichtig abstempeln und daher nicht ausreichend Ressourcen dafür bereit halten.

Aber Fakt ist, wir alle haben die gleiche Anzahl an Zeit pro Tag zur Verfügung. Wie kann es als sein, dass manche Menschen an einem Tag scheinbar die Probleme der Welt lösen und andere es so gerade schaffen, die wichtigsten Dinge von ihrer Liste zu streichen?

Klar, das hat sicher was mit Effizienz und Organisation zu tun. Und nicht zu vergessen mit Routinen. Warum die wichtig sind und was das mit unserer Willenskraft zu tun hat, habe ich ja schon in einem anderen Artikel festgehalten. 

Ihr wisst, dass die Aufgabe dieser Webseite darin besteht, Dinge mit Euch zu teilen. Ich war lange auf der Suche nach einem Weg, der es mir erlaubt, mein hohes Pensum als Unternehmerin, Geschäftsführerin und Privatmensch zufriedenstellend zu handhaben. Gleichzeitig war ich aber auf der verzweifelten Suche nach innerer Entspannung. Damit meine ich nicht die körperliche Entspannung, bei der man sich an einem Sonntag auf die Couch lümmelt und nichts tut. Ich meine das Bändigen der tickenden Zeitbombe in meinem Kopf, die einfach nicht zufrieden sein wollte, egal wie sehr ich mich ausgepowert habe.

Mit ganz viel Selbstreflektion, Ausprobieren und Scheitern, habe ich diesen Weg für mich gefunden und führe heute ein Leben, das mich sehr glücklich macht. Gefüllt mit erfüllender Arbeit, Qualitytime mit Freunden und genug Zeit für mich selbst. 

Aber wer sagt, dass es manchmal nicht auch okay ist, wenn man Abkürzungen nimmt? Und vielleicht sind meine Erfahrungen ja für Euch eine kleine Abkürzung. Darum habe ich heute eine handvoll Tools mit im Gepäck, die Euch die kleinen Dinge des Alltags, die aber doch so wichtig sind, vielleicht ein bisschen einfacher machen. Also legen wir los mit meinen Tipps, wie ihr mehr Dinge in einen Tag packen könnt:

HAUSHALT:

Was das Thema Haushalt angeht, bin ich sehr ambivalent. Unordnung und Dreck stressen mich, aber putzen und aufräumen stressen mich genauso. Aber es sind nun mal alltägliche Aufgaben. Dem einen gehen sie leichter von der Hand, dem anderen eben schwerer. Wenn ihr wie ich tickt, hier ein paar Ideen:

– Sucht euch eine Putzhilfe. Es ist nicht peinlich, wenn ihr nicht in der Lage seid, eure Wohnung (sei sie noch so klein) sauber und ordentlich zu halten. Ihr schafft am Tag viele Dinge, wie weit bedeutender sind. Eine saubere Wohnung sagt nichts über euren Fleiß oder gar Wert aus

  • Bestellt eure Lebensmittel online. Denn Einkaufen ist ein unheimlicher Zeitfresser. Ich mache einmal die Woche einen Großeinkauf online und gehe dann nur noch in den Supermarkt, wenn etwas fehlt oder super frisch sein muss
  • Bereitet Euer Essen soweit es geht vor. Natürlich müsst ihr nicht jede Mahlzeit eine Woche im Voraus einplanen. Ich selbst weiß z.B. oft gar nicht, worauf ich am nächsten Tag so Lust habe. Aber ich bereite alle möglichen Zutaten schon so weit vor wie es geht. Ich putze und schneide z.B. den kompletten Salat und packe ihn in den Kühlschrank. So kann ich im Laufe der Woche immer ganz schnell was davon nehmen. Für Suppe kaufe ich mir nicht die abgepackten Suppengemüse, sondern alle Zutaten einzeln. Die schneide ich dann alle klein und friere sie ein. So habe ich meistens fünfmal eine ganz schnelle Mahlzeit
  • Räumt hinter Euch auf. Vor allem wenn ihr eine Putzhilfe habt, ist es eigentlich ein Muss, dass die Wohnung aufgeräumt ist, sonst kann man schließlich nicht ordentlich putzen. Das ist natürlich das Problem, warum Unordnung erst entsteht. Aber man kann sich wirklich daran gewöhnen, jedes Mal, wenn man einen Raum verlässt, wenigstens das Gröbste wegzuräumen. So verhindert man das absolute Chaos bei dem man dann später keinen Anfang mehr findet, wenn es wirklich an der Zeit ist, aufzuräumen

PERSÖNLICH:

Stellt Euch einen Wecker. Auch abends. Bei dem ganzen Hustle, der Produktivität und Effektivität darf man nicht vergessen – Um das alles zu stemmen (und vielleicht auch länger als ein paar Monate) muss man leistungsfähig sein. Und das heißt, dass es Eure Verantwortung ist, dass ihr gut für Euch sorgt. Dazu gehört eine vernünftige Ernährung, ausreichend trinken, genug Schlaf und Bewegung. Wirklich. Liebe Leute. Ich habe es am eigenen Leib erfahren. Raubbau an seinem Körper zu betreiben ist eines der schädlichsten Dinge die man für sich (und dein Business) tun kann. Man hält das aus. Für ein paar Monate. Vielleicht auch für ein paar Jahre. Aber irgendwann merkt man, dass man, egal wieviel man sich ausgeruht hat, die Batterien nicht mehr voll werden. Und ich rede hier nicht von einem Burn Out. Ich rede von körperlichem Verfall. Man kann plötzlich nicht mehr so, wie man möchte. Für mich gehört zu einem erfolgreichen Business auch eine gesunde Einstellung zu seiner Gesundheit und auch zu seinen Grenzen.

Das setzt in manchen Fällen voraus, dass man einen kompletten Lebenswandel durchziehen muss. Aber ich sage Euch was. Wenn ihr für Euer Leben einen Big Plan habt. Eine Vision, dann wisst ihr, dass Leistungsfähigkeit (in dem Rahmen, in dem ihr sie selbst beeinflussen könnt) Voraussetzung dafür ist, dass ihr Euer Ziel erreicht. Im Gegensatz zu all den großen Dingen die ihr sonst täglich tut, um Euer Ziel zu erreichen, wirken Dinge wie gesunde Ernährung und ausreichend Schlaf dann nur noch wie Kleinigkeiten . Hier also ein paar Tipps.

  • Stellt Euch einen Wecker. Auch abends. Ich weiß nicht, ob ihr das kennt. Aber abends vergesse ich viel zu schnell die Zeit und obwohl ich um 11 im Bett sein wollte ist es aus heiterem Himmel schon wieder halb 1 und in 5 Stunden klingelt der Wecker. Daher stelle ich mir jeden Tag 30 Minuten vor dem zu Bett gehen einen Wecker. Die letzten 30 Minuten nutze ich dann dafür, mein Handy weg zu legen, ins Badezimmer zu gehen, mich abzuschminken und so weiter. Nicht nur aufstehen erfordert Disziplin. Auch ins Bett gehen. Ein weiterer Tipp dazu: Finde deine perfekte Schlafdauer. Allgemein geistert ja diese 8 Stunden Regel durch den Kosmos. Für manche sind 8 Stunden aber einfach zu viel. Und machen brauchen mehr. Testet Euch da ein bisschen durch und trackt für eine kurze Zeit die Dauer Eures Schlafes und bei welcher Stundenzahl ihr Euch dann morgens am fittesten fühlt. Bei mir sind es z.B. ziemlich genau 7 Stunden
  • Seid bei der Sache. Wenn ihr gerade eine Aufgabe erledigt, dann seid bei dieser Aufgabe. Nicht im Kopf schon bei der nächsten, oder im morgen. Konzentriert Euch auf das, was ihr tut. Multitasking ist eine riesige Lüge. Beziehungsweise ist unser Alltag heute mit all den mobilen Geräten und der Technik schon mehr als genug damit beschäftigt, sich auf mehre Dinge gleichzeitig zu konzentrieren. Unsere Gehirne verändern sich mit dem technischen Fortschritt mit. Was vor 10 Jahren galt, ist heute vielleicht schon längst Blödsinn. Wenn es euch gelingt, 100% bei einer Aufgabe zu sein, verspreche ich Euch, dass ihr produktiver werdet. Weil ihr dir Aufgaben besser und schneller lösen könnt und euch grundsätzlich weniger gestresst fühlt. Sich voll und ganz auf eine Sache einzulassen kann etwas Entspannendes haben und wer entspannt ist, der traut sich automatisch auch mehr Pensum zu. 

Zugegeben, einige der Tipps sind jetzt nicht so einfach mal gemacht. Dazu gehört Übung und Geduld. Aber ihr wisst, dass ich ganz fest daran glaube, dass es keinen 10 Schritte Plan für irgendwas gibt. Jeder Mensch ist so individuell. Dabei wird uns den ganzen Tag vermittelt, dass wir alle gleich sind. Ich glaube, um die richtigen Wege zu Glück, Entspannung und Produktivität zu finden, muss man erst wieder lernen, auf sich selbst zu hören. Sich selbst zu beobachten, zu verstehen, was da in seinem Kopf passiert. Und dafür muss man dieses Grundrauschen, das den ganzen Tag um einen herumschwirrt, abschalten. Sich nur auf sich selbst konzentrieren. Weghören, wenn andere Menschen Dinge sagen. Warum? Weil es Unsicherheiten in uns hervorruft und weil es uns vor dem verschließt, was wirklich gut für uns selbst ist. Vergesst nicht. Niemand muss Euer Leben leben außer ihr. Darum habt ihr das Recht und vor allem die Pflicht, es Euch so zu gestalten, wie es EUCH am besten passt. 

Ich glaube, wir werden auf dieser Webseite noch oft über dieses Thema sprechen. Selbstbewusstsein, Optimismus, aber auch Egoismus und Abgrenzung. Fürs Erste sollten die obigen Tipps Euch aber genug herausfordern. Ich freue mich auf Eure Erfahrungsberichte oder weitere Tipps.

Und nicht vergessen: Sharing is caring